Chinesisches Nationalmuseum

An der Ostseite des Tian’anmen-Platzes liegt das Chinesische Nationalmuseum in Peking. Es ist mit seinen 195.000 m² Fläche nicht nur das größte Museumsgebäude der Welt, sondern mit über 8 Millionen Besuchern im Jahr 2017 auch das zweitbeliebteste – kurz nach dem Louvre in Paris.

Die Mission des Museums ist es, über die Geschichte und Kunst in China zu informieren.

Die Sammlung mit mehr als einer Million Exponate erstreckt sich thematisch von den Urmenschen und der Steinzeit, über die chinesischen Kaiserreiche und Dynastien bis zur Industrialisierung und Modernisierung Chinas. Touristen und Einheimische schätzen die Qualität der umfangreichen Sammlung.

Das Museum wurde 1920 gegründet und im Oktober 1926 als Staatliches Historisches Museum eröffnet. Später erfolgten noch zwei Umbenennungen, bevor es 2003 mit dem Museum der Chinesischen Revolution zusammengelegt wurde. Beide Museen befanden sich bereits im gleichen Gebäude in Peking.

Das Gebäude wurde im „sozialistischen Klassizismus“ als eines der „Zehn großen Gebäude“ zum zehnten Gründungstag der Volksrepublik im Jahr 1959 errichtet. Es ergänzte die gegenüberliegende Große Halle des Volkes, die zeitgleich gebaut wurde.

Nach vierjähriger Renovierung und Umbau wurde das Museum am 17. März 2011 mit 28 neuen Ausstellungshallen, mehr als einer Verdreifachung der bisherigen Ausstellungsfläche sowie modernsten Ausstellungs- und Archivräumen wiedereröffnet. Das Chinesische Nationalmuseum ist nicht nur wegen seiner Exponate eine Sehenswürdigkeit in Peking.

Foto: Stripped Pixel / Shutterstock.com

Chinesisches Nationalmuseum in Peking.
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