Palastmuseum Peking

In der Verbotenen Stadt, in den Gebäuden des ehemaligen Kaiserpalastes, findet man seit 1925 das Palastmuseum Peking. Fast fünf Jahrhunderte lang war dieser Ort die Heimat des chinesischen Kaisers und seines Haushalts. Der Kaiserpalast war das zeremonielle und politische Zentrum Chinas.

Das Palastmuseum baut auf den wertvollen Sammlungen der Ming- und Qing-Dynastien auf. Es zeigt große Teile der kaiserlichen Kunstsammlung sowie Haushalts- Zeremoniengegenstände der letzten Dynastien sowie Ausgrabungsgegenstände.

Der Palastkomplex selbst steht exemplarisch für die traditionelle chinesische Palastarchitektur und hat die kulturelle und architektonische Entwicklung in Ostasien stark beeinflusst. 1987 wurde die Verbotene Stadt, in der sich auch das Palastmuseum befindet, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Ein kurzer Streifzug durch die Geschichte des Palastmuseums in Peking:

Nachdem Sun Yat-sen im Jahr 1911 die Chinesische Republik ausrief, dankte der chinesische Kaiser ein Jahr später ab, behielt aber seinen bisherigen Wohnsitz in der Verbotenen Stadt. Erst nach und nach gingen die Palastgebäude und Kunstwerke in den Staatsbesitz über. 1914 wurde im vorderen Teil des Palastes eine ständige Ausstellung eröffnet. Erstmals waren die Kunstschätzer der chinesischen Herrscher für das Volk zugänglich.

Das heutige Palastmuseum wurde 1925 offiziell gegründet. 1924 verließ der letzte Kaiser Chinas, Puyi, endgültig den Palast. Um seine Hofhaltung zu finanzieren, hatte er jedoch zuvor weit über 1200 wertvolle Kunstwerke verkauft oder verpfändet. Noch heute bemüht sich das Museum diese Exponate zurück zu kaufen.

Die beiden Sammlungen, die erste permanente Ausstellung im vorderen Teil des Palastes sowie das Palastmuseum in den Wohnräumen des Kaisers, schlossen sich 1947 zum heutigen Palastmuseum zusammen.

Foto: aphotostory / Shutterstock.com

Ein Besuchermagnet: Das Palastmuseum in der Verbotenen Stadt.
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