Tor des Himmlischen Friedens

Wohl eines der bekanntesten Wahrzeichen von Peking ist das Tor des Himmlischen Friedens. Das Tor steht an der Nordseite des Tian’anmen-Platzes und ist das Eingangsportal zum prächtigen Kaiserpalast, der Verbotene Stadt, in Peking. Ursprünglich hieß das Tor Chéngtiānmén – Tor, das den Himmel trägt.

Das geschichtsträchtige Tor war im Lauf der Jahrhunderte immer ein zentraler Ort Chinas. Während der Kaiserzeit wurden am Tor die Proklamationen verlesen und der Kaiser selbst brachte Opfer dar, wenn er seinen Palast verließ. Mao Zedong proklamierte am 1. Oktober 1949 dort die Volksrepublik China. Aus diesem Grund ist das Tor des Himmlischen Friedens im Staatswappen der VR China zu sehen.

Der Vorläuferbau des heutigen Tors wurde im Jahr 1417 zusammen mit der Palastanlage der Verbotenen Stadt erbaut. Mit dem Ende der Ming-Dynastie wurde es jedoch von Rebellen unter Li Zicheng niedergebrannt und während der Qing-Dynastie wieder neu aufgebaut.

Das heutige Tor des himmlischen Friedens stammt aus dem Jahr 1970. Erst im Jahr 2000 wurde bekannt, dass das damals baufällige Tor 1969 unter dem Vorwand von Renovierungsarbeiten komplett abgerissen wurde. Innerhalb eines Jahres wurde es bis auf wenige Details originalgetrau nachgebaut.

Die beiden Schriftzüge am Tor, links und rechts vom Durchgang lauten:

  • Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó wànsuì – Lang lebe die Volksrepublik China! (中华人民共和国万岁)
  • Shìjiè rénmín dà tuánjié wànsuì – Lang lebe die große Einheit der Völker der Welt! (世界人民大团结万岁)
Foto: ostill / Shutterstock.com

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