Lijiang

Lijiang (麗江市 / 丽江市), die „Stadt am schönen Fluss“ ist eine alte Stadt an den südöstlichen Ausläufern des Himalaja. Die Stadt hat eine mehr als 800-jährige Gesichte und ist für ihre Kanäle und Brücken bekannt. Sie wird auch „Venedig des Ostens“ genannt und liegt am Mittellauf des Jinsha-Flusses. Lilian liegt in der chinesischen Provinz Yunnan und ist die Heimat der Naxi und mehreren anderern ethnischer Minderheiten in China.

Lijiang liegt auf einem rund 2.600 Meter hohen Plateau in unmittelbarer Nähe zum Yulong-Schneegebirge (玉龙雪山, „Jadedrachen-Schneegebirge“). Den südlichsten Punkt markiert der „Jadepfeiler“ mit seinen 5.596 Metern Höhe. Der Ausblick vom Heilongtan-See auf die Bergkette des Yulong Xueshan ("Jadedrachen-Schneegebirge") mit dem Pavillon De Yue Lou ("Garten des wiedergewonnenen Mondes") hat schon viele Reisende begeistert.

Aufgrund ihrer Lage hat Lijiang ganzjährig ein angenehmes Klima, südöstlich der Stadt dehnen sich fruchtbare Felder aus.

Lijiang war einst die Hauptstadt des Fürstentums Mexiezhao. Es wurde von den Naxi seit den Zeiten der Yuan-Dynastie bewohnt. Die meisten Tempel und Gebäude wurden während der Ming- und Qing-Dynastien gebaut.

Die antike Stadt Lijiang unterscheidet sich von anderen chinesischen Städten in Bezug auf Architektur, Geschichte und Kultur, die eng mit der Tradition der Naxi verbunden ist. Das Volk der Naxi pflegt seit Jahrhunderten seine angestammten Bräuche.

In der Stadt gibt es insgesamt 300 Steinbrücken aus der Zeit der Ming und Qing. Die berühmteste Brücke in Lijiang ist die Große Steinbrücke. Die Häuser sind aus Holz und Ziegel gebaut und orientieren sich an den vier Himmelsrichtungen. Die Straßen sind traditionell gepflastert und für Fahrzeuge verboten.

1997 erklärte die UNESCO die Altstadt von Lijiang zum Weltkulturerbe. Seitdem hat die Stadt einen bemerkenswerten Anstieg des Tourismus erlebt. Aufgrund dieser Kommerzialisierung erwägt die UNESCO, den Weltkulturerbe-Status der Stadt wieder aufzuheben.

Die Entdeckung von Höhlenmalereien im Jinsha-Flusstal und zahlreiche Steinwerkzeuge, Bronzen und Schmiede beweisen, dass die Region um Lijiang schon in der Frühzeit bevölkert war. Lijiang wurde Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet und ersetzte Baisha, die alte Hauptstadt. Die Region wurde damals von Kablai Khan aus der Yuan-Dynastie erobert.

Die Altstadt von Baisha war 400 Jahre lang von 658 n. Chr. bis 1107 n. Chr. das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der lokalen Naxi und anderer ethnischer Gruppen. Der Dabaoji-Palast des Baisha-Frescos, ganz in der Nähe des Baisha Naxi Handarbeitsstickerei-Instituts, wurde im Jahr 658 n. Chr. in der Tang-Dynastie (618 n. Chr. bis 907 n. Chr.) errichtet.

In der Antike war die Altstadt von Baisha das Zentrum der Seidenstickerei im Südwesten Chinas und der wichtigste Ort der Antiken Südseidenstraße, auch Teenweg genannt. Die Antike Südseidenstraße begann in Burma, überquerte Lijiang, Shangri-La County, Tibet, reiste durch den Iran, den Fruchtbaren Halbmond und schließlich bis zum Mittelmeer.

Noch heute ist Lijiang ist ein wichtiges Handelszentrum zwischen Tibet und Yunnan. Im Zweiten Chinesisch-Japanischen Kireg war Lijiang der Stützpunkt freiwilliger Piloten.

Auf Grund ihrer Lage hat Lijiang ganzjährig ein angenehmes Klima, südöstlich der Stadt dehnen sich fruchtbare Felder aus.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Lijiang:

  • Das Yulong Xueshan mit seinen Gletschern und 13 Gipfeln ist durch Gondeln zugänglich, die bis auf 4.500 m Höhe hinauffahren. Auf der anderen Seite führt der spektakuläre Weg durch die Tigersprung-Schlucht entlang des oberen Jangtse-Flusses.
  • In Lijang steht die 33 m hohe hölzerne Pagode Wangulou auf dem Löwenhügel und zeigt Muster der Dongba.
  • Im Mu-Herrenhaus, dem rekonstruierten Anwesen der herrschenden Naxi-Familie, werden traditionelle Säle und Höfe präsentiert.
  • Traditionelle Musik wird in der Naxi-Konzerthalle dargeboten.
  • Das kleine Dorf Baisha im Norden ist für seine 55 Naxi-Wandmalereien bekannt.
Die Altstadt von Lijiang in der chinesischen Provinz Yunnan. Foto: Efired / Shutterstock.com

Das alte Stadtzentrum von Lijiang ist seit 1997 ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Foto: Efired / Shutterstock.com