Kintamani

Im Norden von Bali liegt Kintamani, ein langgestrecktes Straßendorf im Bergland. Es ist mit dem Dorf Batur und Penelokan praktisch zusammengewachsen. Der Name Kintamani besteht aus cinta, indonesische Wort für „Liebe“ und dem aus dem Sanskrit stammende Wort mani „Juwel“ und ist die moderne Variante von Cintamani.

Kintamani ist seit dem 9. Jahrhundert bekannt und war Teil des ältesten Königreichs auf Bali. Die alte Kultur, auch Bali Aga genannt, unterscheidet sich durch einfachere Tempel, Gemeinschaftsbesitz, das Fehlen eines hinduistischen Kastensystems. Die Traditionen leben in den Bali Aga Dörfern, zum Beispiel in Tenganan, weiter.

Von der Hauptstraße aus hat man eine herrliche Aussicht auf die Vulkanlandschaft des Gunung Batur. Der Gipfel des Vulkans liegt etwa sechs Kilometer östlich, ein Aufstieg dauert rund 6 Stunden.

Wer der Hauptstraße durch Kintamani weiter in Richtung Norden folgt, erreicht Penulisan. Dort, auf 1750 Metern Höhe liegt der höchstgelegene Tempel von Bali – Pura Tegeh Koripan.

In Batur steht der zweitwichtigste Tempel der Insel, der Pura Besakih. Ursprünglich lagen das Dorf und der Tempel aus dem 11. Jahrhundert am Fuß des Vulkans. Nach einem verheerenden Vulkanausbruch 1926, bei dem nur der Schrein der Wassergöttin Dewi Danu verschont blieb, bauten die Dorfbewohner den Tempel auf dem höchsten und ältesten Rand der Caldera des Batur Vulkans wieder auf.

Foto: Ariyaphol Jiwalak / Shutterstock.com

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