Nara

Nara ist die Hauptstadt der gleichnamigen japanischen Präfektur Nara im Süden von Honshu. Die Stadt kann bedeutende Tempel und Kunstwerke aus dem 8. Jahrhundert vorweisen, aus der Zeit als sie die Hauptstadt Japans war. Nara war zwischen 710 und 794 unter dem Namen Heijō-kyō die japanische Hauptstadt.

Heute durchstreifen wilde Sikahirsche den Nara-Park, in dem sich u.a. der Tempel Tōdai-ji befindet. In einer großen Holzhalle steht der Daibutsu, die 15 m hohe bronzene Buddha-Statue des Tōdai-ji. Im Osten des Parks liegt der Shinto-Schrein Kasuga Taisha, der auf das Jahr 768 zurückgeht und über 3.000 Laternen besitzt.

Die Tempel von Nara, die gemeinsam als Nanto Shichi Daiji bekannt sind, blieben auch nach dem Umzug der politischen Hauptstadt von geistiger Bedeutung und machten Nara zu einem Synonym für Nanto (南都, „Die südliche Hauptstadt“). 1180 wurde bei einem Angriff der Taira ein großer Teil der Stadt zerstört. Tōdai-ji und Kōfuku-ji wurden rekonstruiert und die Stadt weiter ausgebaut. Zwar verlor die Stadt nach der Verlegung der Hauptstadt nach Kyōto an Bedeutung, die buddhistischen Tempel und Shintō-Schreine bauten ihre Macht jedoch schrittweise aus und überstanden bis heute.

Nara feierte 2010 den 1300. Jahrestag seines Aufstiegs zur japanischen Reichshauptstadt.

Das japanische Nara mit seinen vielen alten Tempeln. Foto: Sean Pavone / Shutterstock.com

Das japanische Nara mit seinen vielen alten Tempeln.
Foto: Sean Pavone / Shutterstock.com