Kambodscha – Allgemeine Informationen, Landeskunde

Das Königreich Kambodscha (ព្រះរាជាណាចក្រកម្ពុជា) liegt am Golf von Thailand und ist durch eine zentrale Ebene geprägt, die teilweise von Gebirgen umgeben ist. Im Westen von Kambodscha liegt der Tonle Sap See, im östlichen Teil wird das Land vom Mekong durchflossen. Die Hauptstadt des südostasiatischen Königreichs ist Phnom Penh im Süden des Landes. Die Nachbarländer von Kambodscha sind das Laos, Thailand und Vietnam.

Kambodscha ist etwa halb so groß wie Deutschland und hat rund 16 Millionen Einwohner. Zum Königreich Kambodscha gehören außerdem 64 Inseln, von denen die größten Koh Kong und Koh Rong sind.

Das Land ging aus dem Reich Kambuja hervor und ist reich an Kultur und Geschichte. Neben den Ruinen von Angkor stehen auch Roluos, Banteay Srei und Preah Vihear sowie die noch wesentlich älteren Ruinen von Sambor Prei Kuk auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die kambodschanische Geschichte nicht mit den Roten Khmer begann. Das unglaublich harte Regime von Pol Pot hat die größte Aufmerksamkeit erregt, aber die Kambodschaner haben eine lange und oft triumphierende Geschichte hinter sich. Jeder, der die prächtigen Tempel in Angkor miterlebt, kann bezeugen, dass das Khmerreich einst reich, militarisiert und eine wichtige Kraft in der Region war. Seinen Höhepunkt erreichte Jayavarman VII. (1181-ca. 1218), mit bedeutenden territorialen Gewinnen: Das Khmerreich erstreckte sich über Teile des heutigen Thailand, Malaysia, Burma, Laos und Vietnam.

Seit dem Fall Angkors im Jahr 1431 und der Plünderung des mächtigen Khmerreichs durch seine Nachbarn hat die Geschichte Kambodschas einen schlechten Verlauf genommen. Kambodscha wurde im 19. Jahrhundert von Frankreich kolonisiert und stürzte wenige Jahre nach der Unabhängigkeit 1953 in die Schrecken eines Bürgerkriegs und den Terror der Roten Khmer.

Zunächst blieb Kambodscha 1953 von den militärischen Konflikten in Indochina verschont. 1970 wurde es aber nach einem Militärputsch in den Zweiten Indochinakrieg mit hineingezogen. 1975 errichten die Roten Khmer ihre Schreckensherrschaft, die den Tod etwa 2 Millionen Menschen forderte. 1979 wurden die Roten Khmer von vietnamesischen Truppen entmachtet und das Land blieb zehn Jahre besetzt. Während dieser Zeit leisteten die Roten Khmer Guerillawiderstand und erst 1991 kam es zu einem Waffenstillstand. Die vier Bürgerkriegsparteien schlossen den Friedensvertrag von Paris mit Neuwahlen im Jahr 1993 und das Land kam für 18 Monate unter die Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen.

Noch heute leben viele Kambodschaner in Armut. Doch die Sicherheitslage hat sich erheblich verbessert und der Tourismus verhilft dem Land zu neuem Aufschwung. In den letzten Jahren entdeckten immer mehr Besucher die Schönheit der Tempel und exotischen Strände von Kambodscha neu.

Siem Reap, das Tor zum weltberühmten Angkor, bietet neben schicken Luxushotels und Restaurants auch jede Menge Kultur und Tradition. Sihanoukville ist der ideale Ort für Urlaub an paradiesischen Stränden mit Palmen und Exotik.