Palawan

Im Westen der Philippinen liegt die Insel Palawan mit der Hauptstadt Puerto Princesa. Sie befindet sich zwischen dem Südchinesischen Meer und der Sulusee. Palawan ist rund 450 km lang, im Schnitt 40 km breit und wird von einer Bergkette durchzogen. Zusammen mit den umliegenden kleineren Inseln bildet Palawan die gleichnamige philippinische Provinz.

Insgesamt besteht die Provinz aus 1769 Inseln, mit der Calamian Inselgruppe im Norden, den Cuyo Inseln im Nordwesten und der Balabac-Bugsuk-Inselgruppe im Südwesten. Bei Touristen ist vor allem die Honda Bay ein beliebtes Reiseziel. Sie ist der ideale Startpunkt für eine Tour zu Cowrie Island und Pandan, La Isla Bonita oder Isla de Nagusuan.

Die Provinz ist mit 15.000 km² die größte der Provinz der Philippinen. Höchste Erhebung auf Palawan ist der Mount Mantalinganhan mit 2085 Metern. Die schmalste Stelle der Insel liegt zwischen der Ulugan-Bucht und der Honda Bay – sie misst rund 8,5 km.

Im Lauf der Jahre konnte Palawan seine natürliche Schönheit und Artenvielfalt bewahren. Die Insel ist auch als „letzte Grenze“ („Last Frontier“) bekannt und ein faszinierender Lebensraum für Affen, Eichhörnchen und Bärenkatzen sowie tropische Pflanzen. Sowohl an Land als auch im Wasser gibt es zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen. Um die Inseln der Region Palawan gibt es zahlreiche Korallenriffe, das Tubbataha-Riff zählt zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Durch die zunehmende Verschmutzung der Meere und die Umwandlung großer Landflächen in Palmöl-Plantagen ist das Ökosystem auf Palawan jedoch stark gefährdet.

Wie das artenreiche Ökosystem, so ist auch die Bevölkerung eine Mischung verschiedener Kulturen und Ethnien. Es wird gesagt, dass die heutigen Palawenos eine Mischung aus insgesamt 81 verschiedener Kulturen sind, die im Lauf der Zeit in diesem Inselparadies heimisch wurden.

Besonders beliebt bei Touristen ist Calauit Island, ein 3700 Hektar großes Wildreservat in dem es neben einheimischen Arten auch afrikanische Wildtiere wie Giraffen, Zebras und Gazellen gibt. An der Küste leben neben Meeresschildkröten und Seekühen auch eine große Vielzahl anderer Meerestiere.

Unter dem St. Paul Mountain fließt ein rund 8 Kilometer langer unterirdischer Fluss, der in einer schönen Lagune ins Südchinesische Meer mündet. Die Lagune verzaubert mit ihrem kristallklaren Wasser. Ganz in der Nähe befindet sich der Monkey Trail, ein Park mit einer Reihe von Holzwegen in den tropischen Dschungel.

Foto: R.M. Nunes / Shutterstock.com

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