Ayutthaya

Rund 85 km nördlich von Bangkok, in der zentralen Ebene von Thailand, liegt die alte Hauptstadt Ayutthaya (อยุธยา), mit vollem Namen Phra Nakhon Si Ayutthaya (พระนครศรีอยุธยา).

Ayutthaya wurde um das Jahr 1350 gegründet und war nach Sukhothai die zweite Hauptstadt von Siam. Im Laufe der Jahrhunderte machte die ideale Lage zwischen China, Indien und dem malaiischen Archipel die Stadt Ayutthaya zur Handelshauptstadt von Asien.

Mit insgesamt 1 Million Einwohnern war Ayutthaya um das Jahr 1700 die größte Stadt der Welt. Viele Händler aus verschiedenen Regionen wie der arabischen Halbinsel, China, Indien, Japan, Portugal, den Niederlanden und Frankreich segelten nach Ayutthaya. Kaufleute aus Europa erklärten Ayutthaya zur beindruckensten Stadt, die sie je gesehen hatten. Niederländische und französische Karten der Stadt zeigen große mit goldbeladene Paläste, großen Zeremonien und eine Besuchsflotte von Handelsschiffen aus aller Welt. All dies endete jedoch schnell, als die Burmesen 1767 in Ayutthaya einmarschierten und die Stadt fast vollständig niederbrannten.

Heute geben nur noch wenige, sehr sehenswerte Überreste einen Einblick in die glanzvolle Stadtgeschichte. Die Altstadt ist gekennzeichnet durch die Prang (Reliquientürme) und große Klöster. Die meisten Überreste sind Tempel und Paläste, da dies in jender Zeit die einzigen Gebäude aus Stein waren. Der große kulturelle Wert der Ruinen von Ayutthaya wurde 1991 offiziell anerkannt und die historische Stadt wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Nähe zu Bangkok macht es zu einem beliebten Ziel für Tagesausflüge.

Ayutthaya ist eine Insel am Zusammenfluss von drei Flüssen: dem Chao Phraya Fluss, dem Lopburi Fluss und dem Pa Sak Fluss. Da sich der Bahnhof am Ostufer der Insel befindet, müssen die meisten Besucher den Fluss mit einer Fähre überqueren. Die Orientierung auf der Insel ist nicht besonders schwierig: Die U Thong Road ist eine Ringstraße, die die Insel vollständig umrundet. Die meisten Tempelruinen befinden sich in der nordwestlichen Ecke der Insel, während sich die Unterkünfte und Nachtleben im Nordosten befinden. Da nur siamesische Völker innerhalb der Stadtmauern leben durften, befinden sich die Überreste fremder Nationen außerhalb.

Ayutthaya in Thailand. Foto: Songsak Pandet / Shutterstock.com

Ayutthaya, die alte Hauptstadt.
Foto: Songsak Pandet / Shutterstock.com