Yogyakarta

Die Stadt Yogyakarta, manchmal auch nur „Jogja“ genannt, liegt auf der indonesischen Insel Java im gleichnamigen Sultanat. Zusammen mit ihrer Nachbarstadt Surakarta ist Yogyakarta das kulturelle Zentrum auf Java.

Die Stadt ist bekannt für ihre traditionellen Künste und ihr reiches kulturelles Erbe. Hauptattraktion in Yogyakarta ist der Sultanspalast „Kraton“, der noch heute bewohnt wird. Während des Indonesischen Unabhängigkeitskrieges zwischen 1945 und 1949 war Yogyakarta die Hauptstadt von Indonesien (heutige Hauptstadt: Jakarta).

Die Stadt liegt am Fuß des aktiven Vulkans Merapi in einer der am dichtest besiedelten Regionen von Indonesien. Im 16. und 17. Jahrhundert war Yogyakarta der Sitz des mächtigen javanischen Reiches Mataram. Das heutige Yogyakarta entstand 1755, nach der Aufteilung Matarams in die beiden Sultanate Yogyakarta und Surakarta (Solo).

Die Stadt verzaubert mit einem ganz besonderen Charme, der den Besucher immer wieder fesselt. Klassische und zeitgenössische javanische Tänze, Gamelan, Wayang Kulit (Lederpuppen), Theater und andere Formen der traditionellen javanischen Kunst sind ein Highlight bei Touristen und Einheimischen.

Lokale Handwerker sind berühmt für ihr Kunsthandwerk wie Batik, Silber- und Lederarbeiten. Neben all der Tradition konnte sich auch die zeitgenössische Kunst in Yogyakarta etablieren. Die Akademie der Schönen Künste ist eine der wichtigsten Schulen für moderne Malerei in Indonesien. Aufgrund der zahlreichen Universitäten ist die Stadt auch als das Bildungszentrum des Archipels bekannt.
Neben all den kulturellen Highlights bietet Yogyakarta aber auch ein sehr lebendiges Nachtleben. Die Malioboro Street, die Hauptstraße von Yogyakarta, ist berühmt für ihre Straßenverkäufer und die nächtlichen kulinarischen Highlights. Entlang der Straße liegen zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Unterkünfte.

Die Hauptattraktion von Yogyakarta ist der „Kraton“, der Palast des Sultans. Der Sultanspalast ist das Zentrum von Yogyas traditionellem Leben und strahlt trotz des Fortschritts der Moderne immer noch den Geist der Raffinesse aus, der seit Jahrhunderten das Markenzeichen von Yogyas Kunst ist. Dieser riesige Komplex aus verfallenen Gebäuden wurde erst im 18. Jahrhundert erbaut. Der Palast mit seinen luxuriösen Pavillons ist eine ummauerte Stadt innerhalb der Stadt und wird noch heute vom Sultan bewohnt.

Yogyakarta wird oft als das Eingangstor zum zentralen Java bezeichnet. Von Jakarta, Surabaya und Bali aus gibt es tägliche Flugverbindungen nach Yogyakarta, sowie regelmäßige Zugverbindungen und eine gute Erreichbarkeit über die Straße. Yogyakarta ist eine der wenigen Großstädte, in der es noch den traditionellen Becak-Verkehr im Rikscha-Stil gibt.

Foto: happystock / Shutterstock.com

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