Vientiane

Vientiane (Vieng Chan) ist die Hauptstadt und größte Stadt von Laos. Die Stadt und ihre gleichnamige Provinz liegen am Ufer des Mekongs. Vientiane hat rund 350.000 Einwohner, 620.000 im Großraum, und liegt nahe der Grenze zu Thailand. Die Stadt ist das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Im Vergleich zu anderen südostasiatischen Städten ist Vientiane noch sehr ruhig und entspannt. Die Atmosphäre in Vientiane erinnert an eine Kleinstadt und die Natur ist immer nur wenige Schritte entfernt. Die Stadt bietet eine große Auswahl an Unterkünften, Restaurants und Straßencafés. Mit dem kolonialen Architekturstil und den alten buddhistischen Tempeln bietet sie eine interessante Mischung inklusive französischem Flair. Auf Grund der Größe von Vientiane lassen sich die meisten Sehenswürdigkeiten und Highlights auch bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.

Vientiane und das Umland liegen einer Tiefebene, inmitten der üppigen und fruchtbaren Uferlandschaft des Mekong. Der Fluss bildet die Landesgrenze zu Thailand und wird von der Thailändisch-Laotischen-Freundschaftsbrücke überspannt. Die Brücke zwischen den beiden Ländern wurde 1994 gebaut. Sie war die erste Brücke über den Unterlauf des Mekongs in der Region.

Der Stadtname Vientiane ist die angepasste, internationale Schreibweise aus der französischen Kolonialzeit. Der ursprünglich laotische Name ist Vieng Chan und bedeutete „Stadt des Sandelholzes“. Der Name wird aber auch häufig mit „Stadt des Mondes“ übersetzt da „chan“ sowohl Sandelholz als auch Mond bedeuten kann.

Die Gegend rund um Vientiane wird seit mindestens 3000 Jahren besiedelt. 1545 wurde die Stadt ein Verwaltungssitz im Königreich Lan Xang. 1827 wurde die Stadt von den Siamesen geplündert und niedergerissen. Während der französischen Kolonialherrschaft erlebte Vientiane jedoch einen ungeahnten Wiederaufschwung als Hauptstadt. Nach der Unabhängigkeit 1953 und der kommunistischen Revolution 1975 blieb der Status als Hauptstadt unverändert.

Im Zentrum von Vientiane steht eines der bedeutendsten Nationaldenkmäler von Laos: Pha That Luang, ein großer goldbedeckter Stupa, dessen Ursprünge auf das 3. Jahrhundert zurückgehen. Der Stupa wurde im Lauf der Zeit mehrmals von ausländischen Eroberern zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Heute ist Pha That Luang eine Ikone des buddhistischen Glaubens und ein wichtiges Symbol für ganz Laos.

Neben Pha That Luang gibt es in Vientiane noch unzählige andere Tempel wie Wat Si Saket, Haw Phra Kaew – der einst den Smaragdbuddha beherbergte, Wat Sie Muang oder den berühmten That Dam (Schwarzer Stupa) sowie eine Vielzahl bunter Märkte, Museen und Sehenswürdigkeiten.

In Vientiane gibt es eine ausgeprägte Regen- und Trockenzeit. Die trockene und kühlere Jahreszeit dauert von November bis März. Die Regenzeit dauert von April bis Oktober und ist geprägt durch extreme Hitze und häufige Gewitter. Die Luftfeuchtigkeit ist ganzjährig sehr hoch. Die beste Zeit für einen Besuch in Vientiane (Laos) ist zwischen Ende Dezember und Anfang Februar.

Foto: Nathapon Triratanachat / Shutterstock.com

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