Sentosa Island

Die kleine, rund 5 km² große Insel Sentosa ist eines der beliebtesten Touristenziele von Singapur. Zu den Attraktionen gehören ein zwei Kilometer langer Strand, Fort Siloso, zwei Golfplätze, zwei Fünf-Sterne-Hotels und das Unterhaltungszentrum World Sentosa, zu dem auch der Themenpark Universal Studios Singapore gehört.

Jährlich besuchen rund fünf Millionen Menschen Sentosa Island, Einheimische und Touristen gleichermaßen.

Sentosa verfügt an seiner Südküste über einen geschützten Strandabschnitt von über zwei Kilometern Länge, der in drei Abschnitte unterteilt ist: Palawan Beach, Siloso Beach und Tanjong Beach. Diese Strände sind künstlich aufgeschüttet, der Sand stammt aus Indonesien und Malaysia.

  • Palawan Beach
    Der Palawan Beach befindet sich in der Mitte der Südküste von Sentosa. Es gibt eine Hängebrücke, die zu einer kleinen Insel vor der Küste führt. Entlang des Strandes gibt es mehrere Bars, die den Besuchern Speisen und Getränke anbieten, sowie die Strandstation des Sentosa Express.
  • Siloso Beach
    Der Siloso Beach liegt am westlichen Teil der Südküste und ist bekannt für Beachvolleyball und andere Outdoor-Aktivitäten wie Kanufahren, Mountainbiking oder Skaten. Entlang des Strandes gibt es auch Restaurants und Outlets. Das Shangri-La Rasa Sentosa Resort befindet sich am westlichen Ende des Siloso Beach.
  • Tanjong Beach
    Der Tanjong Beach ist ein relativ abgelegener Abschnitt der Südküste. Der Strand bildet einen Halbkreis, der manchmal für besondere Veranstaltungen oder Feste genutzt wird.

Die Geschichte der Insel

Im 19. Jahrhundert war die Insel wichtig, weil sie den Zugang zum Keppel Harbour schützte. Pläne zur Befestigung der Insel als Teil des Verteidigungsplans von Singapur wurden 1827 erstellt, aber einige Befestigungen wurden erst um 1880 gebaut, als das rasche Wachstum des Hafens es erforderlich machte, die Kohlevorräte gegen mögliche feindliche Angriffe zu schützen. Zu den auf der Insel errichteten Forts gehören die Forts Siloso, Serapong und Connaught sowie Batterie Mount Imbiah.

Am westlichen Ende von Pulau Blakang Mati befindet sich das Fort Siloso, das früher Rimau Sarang (Tiger’s Den) genannt wurde. In den 1930er Jahren wurde die Insel befestigt und zu einem wichtigen Bestandteil der Festung von Singapur sowie zum Stützpunkt der Royal Artillery.

Während des Zweiten Weltkriegs war die Insel eine britische Militärfestung. In Erwartung eines japanischen Angriffs vom Meer aus stellten die Briten in Fort Siloso Artilleriegeschütze auf, die nach Süden gerichtet waren. Die Japaner marschierten jedoch von Norden her ein und eroberten schließlich Singapur und Sentosa Island wurde zu einem Kriegsgefangenenlager, in dem australische und britische Gefangene interniert wurden. Während der japanischen Besatzung wurden im Rahmen der Operation Sook Ching chinesische Männer, die im Verdacht standen, an antijapanischen Aktivitäten beteiligt zu sein, brutal ermordet. Der Strand von Pulau Blakang Mati war eines der Todeslager.

Nach der Kapitulation Japans im Jahr 1945 und der Rückkehr Singapurs unter britische Herrschaft wurde die Insel 1947 zum Stützpunkt des 1. Soldaten aus Singapur wurden zur militärischen Ausbildung auf die Insel geschickt, bevor sie anderen Einheiten der britischen Armee in Singapur zugeteilt wurden.

Zehn Jahre später wurde das britische Regiment aufgelöst, und seine Geschütze wurden entsorgt. Die Küstenartillerie wurde durch Gurkha-Infanterieeinheiten ersetzt. Fort Siloso und Fort Serapong wurden zu einem katholischen Zufluchtsort bzw. einer protestantischen Kirche. Fort Connaught wurde in Trümmern hinterlassen.

Anfang der 1960er Jahre, während des Konflikts mit Indonesien, verteidigte die 2/10. Einheit die Insel gegen indonesische Saboteure. Nach dem Ende der Konfrontation im Jahr 1966 und dem Abzug der Gurkha-Einheiten von der Insel übergaben die Briten Sentosa 1967 an die Streitkräfte Singapurs.

In den 1970er Jahren beschloss die Regierung, die Insel als touristisches Ziel für einheimische und ausländische Besucher zu entwickeln. 1972 wurde die Insel in Sentosa umbenannt, was auf Malaiisch „Frieden und Ruhe“ bedeutet.

Im Jahr 1974 wurde die Singapur-Seilbahn gebaut, die Sentosa mit dem Mount Faber verbindet. In der Folge wurden mehrere Besucherattraktionen eröffnet, darunter Fort Siloso, das Wachsfigurenkabinett, Musical Fountain und das Underwater Activities Centre. Die 1992 eröffnete Dammbrücke verbindet Sentosa mit dem Festland.

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