Kandy

Die ehemalige Hauptstadt liegt im Zentrum von Sri Lanka, rund 125 km von Colombo entfernt. Kandy (මහ නුවර) war die letzte Hauptstadt des singhalesischen Königreichs, bevor es 1815 von den Briten erobert wurde. Noch heute kann man die lebendigen Traditionen sehen. Kandyaner sind stolz auf ihr Erbe und buddhistische Werte spielen eine große Rolle im Alltag. Kandy ist bekannt für seine vielen buddhistischen Stätten. Zum bekannten Zahn-Tempel Sri Dalada Maligawa gibt es jährlich spektakuläre Prozessionen.

Die Stadt wurde auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen und ist allgemein als die Kulturhauptstadt von Sri Lanka bekannt. Im Zentrum von Kandy liegt ein künstlicher See, der 1812 vom letzten singhalesischen König angelegt wurde – der Landy-See (Bogambara-See). Der See ist ein beliebter Ort für Spaziergänge.

Kandy hatte im Lauf der Zeit schon mehrere Namen und hieß bereits Senkadagalapura, später Sri Wardhanapura und wird von Singhalesen heute noch Maha Nuwara („große Stadt“) und nicht Kandy genannt. Der englische Stadtname Kandy leitet sich vom singhalesischen „Kanda uḍa raṭa“ ab, „Königreich auf dem Berg“, welches von den Portugiesen zu Candea verkürzt wurde und sowohl für den Staat als auch für dessen Hauptstadt verwendet wurde.

Kandy liegt auf einer Hochebene am Fluss Mahaweli, rund 500 Meter über dem Meer. Die Stadt ist von Hügeln, artenreichen Regenwäldern und Teeplantagen umgeben. Mit einer Durchschnittstemperatur von 24°C ist es in Kandy deutlich kühler als im Flachland von Sri Lanka.

Kandy ist mit Colombo über die Sri Lanka Railway verbunden. Die Eisenbahnstrecke wurde 1867 eröffnet und hat noch heute einen hohen Stellenwert.

Foto: Arkady Zakharov / Shutterstock.com

Foto: Arkady Zakharov / Shutterstock.com