Gangwon-do

Die Provinz Gangwon-do (강원, 江原) liegt im Nordosten von Südkorea. Hauptstadt der Provinz ist Chuncheon. Gangwon-do wird im Osten vom Japanischen Meer (Ostsee) begrenzt und grenzt im Westen an die Provinz Gyeonggi und im Süden an die Provinzen Nord-Gyeongsang und Nord-Chungcheong. Die militärische Demarkationslinie im Norden bildet die Grenze zu Nordkorea. Bis zur Teilung Koreas im Jahr 1945 bildeten Gangwon und die nordkoreanische Provinz Kangwŏn eine Einheit. Die Namen der beiden Provinzen sind noch heute gleich, nur in verschiedener Transkription.

In Gangwon-do gibt es zu jeder Jahreszeit die Schönheiten der reichen Natur zu entdecken. Die dicht bewaldeten Wälder bieten eine Fülle von Pilzen, Kräutern und schmackhaften Früchten. Im Winter werden die Berge von Gangwon-do zu einem wahren Skiparadies.

Auf Grund seiner einzigartigen Landschaft ist das 1.700 Meter hohe Seoraksan Bergmassiv nahe Sokcho ein beliebtes Ausflugsziel. Vor allem an Wochenenden ist die Gegend sehr überlaufen. Ebenso ein Touristenmagnet ist der 1.560 Meter hohe Odae-san Berg, der vor allem für seine Skipisten bekannt ist. Beide Berge liegen in Nationalparks, umgeben von fast unberührter Natur.

Die Stadt Pyeongchang war Gastgeberstadt der Olympischen Winterspiele 2018. Die Olympischen Winterspiele und die Paralympischen Winterspiele gaben der Provinz enormen Auftrieb. Bis dahin lag die bergige und sehr dünn besiedelte Region abseits der traditionellen Touristenpfade der Korea-Besucher.

Gangwon-do ist stark durch die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden, zerklüfteten Mittelgebirge geprägt. Das bekannteste Gebirge ist das Taebaek. Zu den Küsten fallen die Berge oft steil ab. Dadurch gibt es zahlreiche kleine Buchten mit malerischen Sandstränden. Nur bei Samcheok und Gangneung im Norden gibt es einen durchgehenden, breiten Sandstrand. Im Sommer sind vor allem die Strände von Gangneung ein beliebtes Badegebiet.

Die Landwirtschaft ist auf die breiten Flusstäler im Osten und Westen der Provinz beschränkt. Eine wichtige Rolle spielt auch die Fischerei im Japanischen Meer. Daneben werden in den flachen Küstengebieten auch Muscheln und Seetang geerntet. Der Bergbau hat in Gangwon-do eine große Bedeutung. Neben modernen Zechen gibt es in der Region auch noch viele kleine Minen mit Stollenbau. In Jangseong befindet sich die größte Steinkohlenzeche Südkoreas.

Die beste Reisezeit für einen Besuch in der Provinz Gangwon-do ist neben dem Frühling der Herbst. Dann, wenn die Vegetation in bunten Farben leuchtet und an den amerikanischen „Indian Summer“ erinnert, ist Gangwon-do wohl am schönsten. Generell ist das Klima in Gangwon-do rauer als im restlichen Teil des Landes. Die Sommer sind oft schwülwarm, die Winter kalt mit extrem trockener Luft. Temperaturen von -20° C und Schneefälle bis zu 20 cm pro Tag sind keine Seltenheit. Jedoch scheint auch im Winter sehr oft die Sonne mit blauem Himmel. Ideale Bedingungen also für den Wintersport.

Gangwon-do ist ein beliebtes Reiseziel in Südkorea. Foto: SiHo / Shutterstock.com

Gangwon-do ist ein beliebtes Reiseziel in Südkorea.
Foto: SiHo / Shutterstock.com