Wat Rakhang

Im Herzen der Altstadt von Bangkok liegt der Tempel Wat Rakhang. Der buddhistische Tempel steht direkt am westlichen Ufer des Chao-Phraya-Fluss, gegenüber des Grand Palace und des Wat Phra Kaeo.

Der vollständige Name des buddhistischen Tempels lautet Wat Rakhang Kositaram Woramahaviharn (วัด ระฆังโฆสิตาราม วรมหาวิหาร).

Wat Rakhang wurde bereits in der Ayutthaya-Zeit gegründet und hieß damals noch Wat Bangwa Yai (วัดบางว้าใหญ่). Nach dem Fall von Ayutthaya, als König Taksin seine neue Residenz in Thonburi errichtete, restaurierte er den Tempel und erhob ihn in den Rang eines Königlichen Tempels. Zu dieser Zeit wurden auch die Tripitaka-Schriften im Tempel restauriert. Der ehrwürdige Mönch Somdej Toh war einst Abt dieses Tempels (1852-72). Derzeit hat der Tempel eine alte Tripitaka-Halle, in deren Inneren sich schöne und kostbare thailändische Gemälde befinden.

Zu Beginn der Rattanakosin-Periode wurde er von der ältesten Schwester von König Phra Phutthayotfa Chulalok (Rama I.) erneut renoviert. Bei den Arbeiten wurde eine Tempelglocke (Rakhang) gefunden, die König Phra Phutthayotfa zum gerade neu erbauten Tempel des Smaragd-Buddha Wat Phra Kaew bringen ließ, wo sie noch heute im Glockenturm Hor Rakhang besichtigt werden kann. Anstelle dieser Glocke stiftete der König dem Tempel fünf kleinere Glocken, die in einem kreuzförmigen Pavillon installiert wurden. Dieser Pavillon ist heute das Wahrzeichen des Tempels. Der König änderte dann den Namen des Tempels in Wat Rakhangkositaram.

Unter König Mongkut (Rama IV.) sollte der Name wieder in "Wat Rajkanthiyaram" geändert werden (วัดราชคัณฑิยาราม; "kanthi" bedeutet Glocke). Aber die Menschen nahmen diesen Namen nicht an und der Tempel wird heute noch Wat Rakhang genannt.