Côn Đảo

Die Inselgruppe Côn Đảo liegt südlich des vietnamesischen Festlands im Südchinesischen Meer. Die Küste Vietnams ist rund 70 bis 80 Kilometer entfernt. Insgesamt besteht der Archipel aus 16 gebirgigen Inseln und ist die Heimat von 5000 Menschen. Die größte und einzige bewohnte Insel ist Côn Sơn, manchmal auch Côn Lôn genannt.

Die größte Stadt auf Côn Sơn ist Côn Đảo, die namensgebend für die ganze Inselgruppe ist.

In den 80er Jahren wurde der Nationalpark Côn Đảo gegründet und 1998 erweitert. Der Côn-Đảo-Nationalpark ist die Heimat für die Echte Karettschildkröte, die Suppenschildkröte, den Dugong (Gabelschwanzseekuh, manchmal auch als Seeschwein bezeichnet) und andere bedrohte Tierarten.

Marco Polo erwähnte das Archipel erstmals 1284. Der berühmte Reisende aus Europa suchte auf den Inseln Schutz vor einem Sturm. Später waren die Inseln für portugiesische Seefahrer ein beliebter Zwischenstopp auf dem Weg nach Macau. 1861 wurde Côn Đảo von den Franzosen besetzt.

Vor der Insel Hòn Cau wurde das Vung-Tau-Schiffswrack entdeckt. Das Schiff war eine chinesische Lorcha aus der Qing-Dynastie (1690). Zwischen 1990 und 1992 wurden dort etwa 60.000 Artefakte, hauptsächlich chinesisches Porzellan, geborgen. Ein Teil davon ist heute in einem Museum in Vũng Tàu ausgestellt.

Foto: studioloco / Shutterstock.com

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